Unter bestimmten Bedingungen neigen einige Materialien zur spontanen Ausbildung von Nanostrukturen, d.h. von Strukturen deren Abmessung in mindestens einer Raumrichtung im Nanometerbereich liegt. Bekannt sind Röhren, Flocken und viele andere geometrische Figuren. Nanodrähte sind kristalliner Drähte mit Durchmessern von bis zu 100 Nanometern und einigen Mikrometern Länge.

Diese Nanodrähte sind nicht nur interessant anzusehen, sondern zeichnen sich auch durch eine Reihe vorzüglicher Eigenschaften aus, wie insbesondere eine nahezu perfekte Kristallinität. Neben dem Studium fundamentaler physikalischer Zusammenhänge eignen sich Nanodrähte deswegen für eine Vielzahl von Anwendungen in der Halbleiterelektronik, wie z.B. die Herstellung lichtemittierender Dioden (LEDs). Der Einsatz von LEDs für Beleuchtungszwecke birgt große Potentiale zur Energieeinsparung aufgrund der weitaus höheren Wirkungsgrade im Vergleich zu herkömmlichen Lichtquellen. 

Die Animation basiert auf einer photographischen Aufnahme eines Ensembles von Nanodrähten des Halbleiters Indiumgalliumnitrid, die durch Anlegen einer Spannung zur Lichtemission angeregt wurden. Unterschiedliche Materialzusammensetzungen führen zum Auftreten verschiedenster Farben.

Weiter zur aktuellen Forschung am PDI: Nanodrähte für opto-elektronische Anwendungen

Film ansehen: Nanowires Animation